Nachhaltigkeit

In den nachfolgenden Projekten wird/wurde die Qualitative und Quantitative Ursache-Wirkungsmodellierung durch die CONSIDEO GmbH (Auftragnehmer) jeweils im Auftrage des Umweltbundesamtes (Auftraggeberin) erfolgreich eingesetzt.

1. Entwicklung eines Integrated Assessment Models - Nachhaltige Entwicklung in Deutschland

Das Ziel des Projekts lag in der Betrachtung der Zusammenhänge rund um die Frage, wie Deutschland einen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit vollziehen kann. In einem explorativen, qualitativen Ursache-Wirkungsmodell wurde das Zusammenwirken von Wirtschaft, Technologie, Politik, Verbraucher, Gesellschaft, Medien und NGOs (Non-Governmental Organisations) erforscht. Die zu berücksichtigenden Faktoren und deren Verbindungen untereinander wurden durch die Anwendung der KNOW-WHY-Methode, und die ausführliche Befragung von Stakeholdern und Experten identifiziert. Auf diese Weise ist ein aussagekräftiges Modell entstanden, aus dem sich neue Erkenntnisse und Aussagen über Wirksamkeit, Synergien und Konflikte umweltpolitischer Strategien und Maßnahmen im Bereich nachhaltige Entwicklung ableiten lassen. Die UBA-Veröffentlichungen finden Sie hier: Hauptband 1 sowie Modelldokumentation. Das Modell können Sie hier direkt einsehen: IAM-Modell

Projektpartner: Consideo (Lead-Partner), Prof. Harald Heinrichs, Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Umweltkommunikation, Professor für Nachhaltigkeit und Politik

 

2. Gutachten: Systemverständnis – Nachhaltiges Deutschland 2050 

Das mit dem CONSIDEO iMODELER erstellte, natürlichsprachliche, qualitative Ursache-Wirkungsmodell zur Reflexion der Herausforderungen auf dem Weg zu einem ressourceneffizienten, emissionsneutralen und gerechten Deutschland in 2050 macht deutlich, warum die verbreitet genannten, notwendigen Veränderungen für sich genommen eher schwer erreichbare Ziele und weniger konkret umsetzbare Maßnahmen beschreiben. Der umfangreichere Zusammenhang über mehrere Faktoren und Bereiche hinweg zeigt, warum weder Politik noch Wirtschaft noch Gesellschaft noch die Masse der Individuen aus einer Eigenmotivation heraus sich zu einem nachhaltigeren, vernünftigeren Handeln hin ändern werden. Erst, wenn an mehreren Stellen gleichzeitig, in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und auch in den Medien, Veränderungen stattfinden, kann sich eigendynamisch ein Wandel insgesamt vollziehen (siehe Modell Nachhaltiges Deutschland - Lock-In-Effekt). 

Durch Anwendung der KNOW-WHY-Methode konnten in dem Modell exemplarisch erste konkrete Maßnahmen identifiziert werden, die in diesem äußerst komplexen Gesamtzusammenhang eine Wirkung entfalten können. Mithilfe des Modells lassen sich weitere Maßnahmen in ihren möglichen Wirkungen reflektieren.

Projekt-Partner: Consideo GmbH

 

3. Entwicklung eines Quantitativen Modells „Nachhaltiges Deutschland“

Zielsetzung ist die Entwicklung eines (überschaubaren) dynamischen, quantitativen und „planspielfähigen“ „Nachhaltigkeits-Models“ (D3-Modell), mit dem sich Aussagen über gesellschaftliche Interaktion im Zusammen- und Wechselspiel von technischer Effizienzsteigerung, sozialen Innovationen, Suffizienz-Ansätzen und sozio-ökonomischen Effekten (z.B. arm/reich, Migration, Überalterung) darstellen lassen. Der Simulationszeitraum soll bis mindestens 2050 reichen. Dabei geht es darum, das systemische Verständnis zu Nachhaltiger Entwicklung - d.h. die dynamische Interaktion der unterschiedlichen Aspekte der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie, Soziales System innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen - weiter zu entwickeln und weniger darum eine eindeutige und abgesicherte „Simulations-Prognostik“ zu erhalten. Wichtig ist dabei das Erkennen der logischen und kausalen Zusammenhänge, Wechselwirkungen und zeitlichen abhängigen Dynamiken. Das Projekt verfolgt insgesamt drei wesentliche Hauptzielstellungen:

  • die Entwicklung der simulationsfähigen Modelle auf Grundlage wissenschaftlicher Vorarbeiten,
  • das Testen und „(Plan)spielen“ mit den Parametern, um das Systemverhalten zu erkennen und zu beschreiben, sowie Schlussfolgerungen für das politische Handeln abzuleiten,
  • das Modell als Planspiel und die Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das UBA erhält somit ein Werkzeug, das ermöglicht, eigene vorläufige quantitative Schätzungen von Effekten politischer Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten, gleichzeitig aber auch ein Instrument für die Umweltaufklärung / Umweltbildung.

Offizieller Startzeitpunkt des Projektes war der 15.08.2014, das Projekt endet am 31.08.2017. 

Projektpartner: Consideo (Lead-Partner), adelphi research gemeinnützige GmbH, Ecologic Institut gemeinnützige GmbH, Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg, sociodimensions – Institute for Socio-cultural Research

 

4. D3 EE Modell: Ressourceninanspruchnahme und Ausbau erneuerbarer Energien

Im Rahmen einer Aufstockung des o.g. Projektes wurde ein dynamisches Teilmodell durch Consideo ausgehend vom o.g. D3-Modell und basierend auf relevanten Studien (wie z.B. Kresse13, 100% Strom aus EE14) entwickelt, um der Fragestellung der Ressourceninanspruchnahme (bzw. Verbrauch) zur und während der Energiewende detaillierter nachzugehen. Dabei sollten quasi die vorliegenden Informationen aus den genannten Studien im zeitlichen Verlauf dynamisiert werden. Insgesamt sollte das Modell schlank und daher exemplarisch bleiben („Szenarette“) und im Aufbau einfach und jederzeit erweiterbar – und wie beim D3 Modell das Ziel verfolgen, auch als Werkzeug zur weiteren Verwendung dem UBA zur Verfügung zu stehen. Die Laufzeit des Aufstockungsvorhabens betrug 5 Monate (Juli 2015 – November 2015).

Projekt-Partner: Consideo GmbH

 

5. Vernetzt gedacht: Schüler/-innen entwickeln Bilder und Beiträge für ein ressourceneffizientes, gutes Leben

Im Rahmen des Projektes wurde ein neues Format für Projekttage an Schulen zum Thema „ressourceneffizientes, gutes Leben“ entwickelt und in Schulen aus Schleswig-Holstein und Hamburg erprobt. Dabei wurden die Schüler/-innen über modernstes Infotainment für das Thema sensibilisiert. Anschließend entwickelten sie eigene Zukunftsbilder (Visionen) und Beiträge für ein zukünftig „ressourceneffizientes, gutes Leben“ durch Einsatz der Qualitativen Ursache-Wirkungsmodellierung und stellten dies der Öffentlichkeit vor.

Das Projekt startete im Juli 2015 und endete im Februar 2016. Das folgende Video zeigt die Vorgehensweise, ausgewählte Projektergebnisse und die Begeisterung der geladenen Gäste: Video Vernetztes Denken und Nachhaltigkeit - Modeln an Schulen 

Modeln an Schulen

Projekt-Partner: multivision e.V. (Lead-Partner), Consideo GmbH, Stiftung Bürgerschloss Bredeneek e.V.

 

6. Transformationsprozess zum treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Deutschland 

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich aufgrund der historischen Verantwortung und seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auf eine Emissionsminderung von Treibhausgasen bis 2050 um 80 bis 95% gegenüber 1990 festgelegt. Die UBA-Studie „Treibhausgasneutrales Deutschland im Jahr 2050“ (THGND-Szenario) zeigt, dass die ambitionierten Klimaschutzziele technisch erreichbar sind.

Neben der notwendigen Umsetzung von Treibhausgasminderungen ist auch die Senkung des Ressourcenverbrauches ein wichtiges Ziel in der Umweltpolitik. Die natürlichen Ressourcen, wie abiotische und biotische Primärrohstoffe (inkl. Energieträger), Fläche, Wasser, Boden, Luft, strömende Ressourcen wie Erdwärme, Wind-, Gezeiten- und Sonnenenergie und Ökosystemleistungen bilden die essentielle Grundlage allen menschlichen Lebens und Wirtschaftens. Die enge Verknüpfung von Klima- und Ressourcenschutzpolitik ist dabei offensichtlich. Es wird eine der zentralen Aufgaben der Umweltpolitik sein, den Umbau der Gesellschaft nicht nur hinsichtlich der anspruchsvollen Treibhausgasminderung zu optimieren sondern auch eine integrierte Betrachtung von Ressourceninanspruchnahme und Treibhausgasminderung vorzunehmen.

Ziel des Vorhabens ist die Unterstützung des UBA bei der Fortführung der Arbeiten zum „Treibhausgasneutralen Deutschland im Jahr 2050“, insbesondere hinsichtlich der Verknüpfung von Treibhausgasneutralität und Ressourceninanspruchnahme sowie des Transformationsprozesses hin zu einem treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Deutschland bis zum Jahr 2050. Eine solche Transformation muss innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen erfolgen und darf keine soziale Ungerechtigkeit erzeugen.

Dazu sollen u.a. die folgenden Arbeiten im Rahmen des Projektes durchgeführt werden:

  • Entwickeln einer wissenschaftlich konsistenten Herangehensweise zur gleichzeitigen Beurteilung von Treibhausgasen und Ressourceninanspruchnahme.
  • Ermitteln des Rohstoffbedarfs für den Lösungspunkt im „Treibhausgasneutralen Deutschland im Jahr 2050“ (THGND-Szenario).
  • Ausarbeiten eines möglichen Transformationspfads hin zum THGND-Lösungspunkt über alle Wirtschaftsbereiche und Quellgruppen hinweg sowie Ausarbeiten von weiteren möglichen Transformationspfaden hin einem treibhausgasneutralen Deutschland, um den bisher aufgezeigten Lösungsraum zu erweitern.
  • Beurteilen des Rohstoffbedarfs der Transformationspfade hin zum THGND-Lösungspunkt jeweils an Hand von
    • Herausarbeiten von Schlüsselmaßnahmen hin zu einer treibhausgasneutralen und ressourcenschonenden Gesellschaft in Deutschland.
    • Wechselseitiges Optimieren von Ressourceninanspruchnahme und THG-Minderung anhand ausgewählter begrenzter Beispiele im dynamischen Zeitverlauf mit Hilfe geeigneter Modelle z.B. nach System Dynamics.
    • Durchführen von Expertenworkshops.

Das Projekt läuft von Anfang 2016 bis Ende 2018.

Projekt-Partner: ifeu – Institut für Energie-- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (Lead-Partner), IWES - Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik Kassel, Consideo GmbH und SSG – Sustainable Solutions Germany Consultants, Wiesbaden

 

7. Erkennen und Bewerten des Treibhausgasminderungspotentials der Ressourceneffizienzpolitik 

Die Untersuchung des NEXUS zwischen Ressourceneffizienz- und Klimaschutzpolitik ist derzeit von besonderem Interesse für das Umweltbundesamt (UBA). Das UBA-Hausprojekt RTD (Ressourceneffizientes und Treibhausgasneutrales Deutschland) untersucht, wie technisch Treibhausgasneutralität und Ressourceneffizienz möglich sind. Entsprechend gibt es unterschiedliche laufende Projekte, die hier bereits Erkenntnisse liefern.

Unser Projekt ergänzt diese Arbeiten und vertieft einzelne Aspekte:

  • Anwendung qualitativer Methoden der Zukunftsforschung zur Trendanalyse im Umfeld des Nexus Ressourceneffizienz- und Klimaschutzpolitik
  • Untersuchung sowohl des Ressourcenschonungspotentials von Klimaschutzmaßnahmen als auch des Klimaschutzpotentials von Ressourcenschonungsmaßnahmen im internationalen Kontext durch Modellierung und Simulation.

Das Ziel des Projekts besteht somit darin, ein handhabbares systemisches Modell zu entwickeln, mit dem die relevanten Auswirkungen von Ressourcen- (Rohstoff-) effizienzmaßnahmen auf Treibhausgasemissionen transparent gemacht und hinsichtlich ihrer Größenordnung abgeschätzt werden können. Dabei berücksichtigen wir bestehende Wechselwirkungen zwischen den Politikbereichen Ressourceneffizienz und Klimapolitik, sowie Auswirkungen auf andere Ressourcenkategorien vor dem Hintergrund sich abzeichnender allgemeiner Entwicklungstrends. Die Modellentwicklung beinhaltet die Identifikation von Synergien und Ambivalenzen von Ressourcen- und klimapolitischen Maßnahmen unter Annahme unterschiedlicher zukünftiger Entwicklungen.

Das Projekt startete im Juli 2016 und endet im Oktober 2019.         

Projekt-Partner: Consideo GmbH (Lead-Partner), ifeu – Institut für Energie-- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH, IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH, Berlin

 

Referenzen: Internationale Projekte

Zudem wurde (wird) die Qualitative und Quantitative Ursache-Wirkungsmodellierung durch die CONSIDEO GmbH (Auftragnehmer) u.a. in den folgenden, internationalen Projekten erfolgreich eingesetzt:

1. Assessment of Global Megatrends on Regional Level - EEA

Die Qualitative Ursache-Wirkungsmodellierung wurde im Auftrage der European Environment Agency (EEA) mit Sitz in Kopenhagen zum Thema „The ‘Article 5’ 1 project – Assessment of Global Megatrends on Regional Level (NRC FLIS Pro-ject)“ erfolgreich unter Beteiligung von 10 europäischen Umweltämtern eingesetzt.

Inspiriert durch die o.g. Aktivitäten wurden 2 Fallstudien durchgeführt und über den SWEDISH ENVIRONMENTAL PROTECTION AGENCY REPORT 6602 veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick darüber, wie der mögliche Einfluss von globalen Megatrends auf regionale und lokale Themen bewertet werden kann. Hierfür wird die Methode der qualitativen Modellierung basierend auf „systemischem Denken“ in zwei Fallstudien angewendet. In der ersten Fallstudie ist ein qualitatives Modell entwickelt worden, um das Grundmuster von Ressourcenknappheit in einem Wirtschaftsraum wie Europa zu erklären. Hiermit können sowohl Ansatzpunkte für mögliche Politikmaßnahmen gezeigt als auch demonstriert werden, wie die globalen Megatrends – beschrieben von der Europäischen Umweltagentur – ein solches System beeinflussen können. Dabei wird deutlich, dass einige der Megatrends die Knappheit von Ressourcen eher verstärken, während andere das Problem eher verringern (scheinbar) und schließlich eine dritte Gruppe kaum Einfluss auf die Frage der Ressourcenknappheit entwickelt. In gleicher Art kann der potentielle Einfluss von Politikmaßnahmen verglichen werden. In der zweiten Fallstudie geht es darum, den potentiellen Einfluss der globalen Megatrends auf die Schwedischen Umweltziele zu bewerten. Dabei wird deutlich, wie die verschiedenen Skalen, lokal, EU regional und die globale Skala miteinander interagieren und dabei in unterschiedlicher Weise die Erreichung der schwedischen Umweltziele beeinflussen. In beiden Fallstudien kann gezeigt werden, wie die globalen Megatrends die Erreichung der umweltpolitischen Ziele erschweren und zentrale Umweltprobleme tendenziell verschärfen. Dabei kommt die Wirkung der globalen Megatrends in unterschiedlichen zeitlichen und räumlichen Skalen zum Tragen. Insgesamt hat sich gezeigt, dass die hier angewandte Methode der qualitativen Modellierung sehr gut dafür geeignet ist, den möglichen Einfluss von globalen Megatrends auf lokale bzw. regionale Themen zu bestimmen. 

 

2. Forschung für die Welternährung: BiomassWeb

Consideo ist Partner des internationalen BiomassWeb-Projektes, das im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „GlobE – Globale Ernährungssicherung“ durchgeführt wird. Im Rahmen der Förderinitiative werden afrikanische Länder bei der Entwicklung einer nachhaltigen Agrarwirtschaft unterstützt. Die Förderinitiative ist eingebettet in die „Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Forschungsstrategie forciert den Wandel zu einer biobasierten und nachhaltigen Wirtschaft.

BiomassWeb

Das Projekt BiomassWeb (Laufzeit: 2013 – 2018) besetzt dabei das Thema Ernährungssicherung in Sub-Sahara-Afrika (speziell in Ghana, Nigeria und Äthiopien) durch den Fokus auf biomassebasierende Wertschöpfungsnetze. Diese bestehen aus einem komplexen System aus verketteten Wertschöpfungsketten der Nahrungs-, Futtermittel- und Kraftstoffproduktion sowie anderen Materialien, welche mit Biomasse produziert werden. Die Forschung fokussiert sich auf den aktuellen und zukünftigen Biomassebedarf und die -versorgung durch integrative Analysen der Wertschöpfungssysteme – mittels Einsatz der Qualitativen und Quantitativen Modellierung. An dem Projekt nehmen 9 Forschungsinstitute der 3 Universitäten (Bonn, Hohenheim und Jülich) sowie 14 afrikanische und internationale Forschungseinrichtungen sowie Partner aus der Wirtschaft teil. Lead-Partner des Projektes ist die Universität Bonn (Zentrum für Entwicklungsforschung). Mehr unter: http://biomassweb.org/

BiomassWeb - Experten

Kai Neumann unterstützt das MODELN als Experte vorort. Seine Eindrücke fasst er wie folgt zusammen:

“Es macht riesig Spaß mit der Bandbreite von Experten und Stakeholder vorort zu der Frage, wie Nahrungsmittelversorgung, Verarbeitung von Lebensmitteln und eine Bio-Economy zusammenhängen, zu modeln. Qualitative Modell zeigen die Vielfalt der Aspekte und weisen weniger auf die erwarteten Synergien als viel mehr auf kritische Ambivalenzen hin, etwa wenn Produktivitätssteigerungen zu weniger Jobs und Abfluss von Geldmitteln aus der lokalen Realwirtschaft führen und dabei Böden auslaugen und nicht im Zusammenhang mit Trends wie etwa der zunehmenden Urbanisierung oder dem Klimawandel betrachtet werden. Um die vor allem ökonomischen Zusammenhänge genauer zu untersuchen, haben wir gerade ein quantitatives Modell im Process iMODELER erstellt. Es zeichnet sich bereits ab, dass die klassischen Ansätze, Investoren mit teurem Saatgut und Kunstdünger zur Gewinnung von z.B. Biosprit ins Land zu locken, weniger sinnvoll sein könnten, als eine lokale Kreislaufwirtschaft. Doch solche systemischen Ansätze sind deutlich schwerer zu kommunizieren und gegen einzelne, mächtige Interessen durchzusetzen."

Modeln in Afrika

Fragen Sie gerne nach weiteren Referenzen und Anwendungsfeldern (info@consideo.de).