Deutsch-dänische Jugend gestaltet Zukunft

Internationale / grenzübergreifende Schulprojekttage 

Wir fördern die Völkerverständigung und das Zusammenwachsen von grenzübergreifenden Regionen. Wir möchten, dass sich Jugendliche grenzübergreifend für eine gemeinsame, nachhaltige Zukunft einsetzen - durch Einsatz des Vernetzten Denkens. Hierfür initiieren und führen wir internationale Schulprojekttage durch. Grenzübergreifende Schulprojekte können u.a. über das neue INTERREG-Programm gefördert werden. Fragen Sie gerne nach weiteren Informationen.

Deutsch-dänische Jugend gestaltet Zukunft

Im Rahmen des INTERREG-Projektes "Deutsch-dänische Jugend gestaltet Zukunft" werden sich ca. 2.880 Schüler/-innen aus 29 Schulen (15 aus Schleswig-Holstein und 14 aus Dänemark) begegnen und dabei gegenseitig die unterschiedlichen Lebensstile, Werte und Kulturen kennenlernen. Über das Projekt wird somit ein interkulturelles Verständnis der Jugend gefördert.

Zudem wird die deutsch-dänische Jugend gemeinsame Visionen für ein zukünftig „ressourcenleichtes, gutes Leben“ innerhalb der gemeinsamen INTERREG-Region entwickeln und veröffentlichen, um hierüber eine gesellschaftspolitische Debatte zu gemeinsamen Visionen, Werten und Zielen zu entfachen. Dieser „bottom-up-Ansatz“ fördert das Zusammenwachsen der grenzübergreifenden INTERREG-Region entscheidend.

  Schüler modeln  Schüler reflektieren

Zur Zielerreichung wird ein neues Format für Projekttage an Schulen entwickelt. Diese werden klassisch durch persönliche Treffen vor Ort sowie virtuell durchgeführt. Für letzteres wird eine Plattform für eine virtuelle Zusammenarbeit entwickelt, um möglichst viele zusätzliche Schulen einbinden zu können. Damit die von der Jugend entwickelten Visionen auch erhört werden und damit eine öffentliche Debatte initiiert werden kann, wird neben einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit auch ein jährlicher Wettbewerb zu grenzübergreifenden Schulprojekten medienwirksam durchgeführt.

  Schüler präsentieren ihre Modelle  Begeistertes Publikum

Es werden feste Partnerschaften zwischen jeweils 1 Schule aus Dänemark und 1 Schule aus Schleswig-Holstein gebildet. Es ist geplant, dass jede Schule jeweils einmal

  • die Gastgeber-Rolle für die gemeinsamen Projekttage übernimmt,
  • als Gast an den Projekttagen bei der Partnerschule teilnimmt und
  • einmal virtuelle Projekttage gemeinsam mit der Partnerschule durchführt.

Somit kommt jede Schule einmal in den Genuss einer 2-tägigen Schulreise in die Partnerregion (inkl. 1 Übernachtung z.B. in einer Jugendherberge).

Grundsätzlich treffen sich jeweils 1 Schulklasse aus Dänemark (mit ca. 25 Schüler aus der 8. – 11. Schulklasse) und 1 Schulklasse aus Schleswig-Holstein (mit ca. 25 Schüler aus der 8. – 11. Klasse) der Partnerschule, um die gemeinsamen 2 Projekttage durchzuführen.

Bei 29 teilnehmenden Schulen finden somit 15 Projekttage-Veranstaltungen (jeweils 2-tägig) pro Jahr statt. Neben Consideo wirken die Universität zu Lübeck sowie CFU (Center for Undervisningsmidler/ UC Syddanmark) als Projektpartner mit.  

Die Themen für die Projekttage bauen inhaltlich aufeinander auf und lauten:

  • 1. Jahr: Deutsch-dänsiche Jugend zeigt Wege auf für ein zukünftiges Zusammenwachsen der INTER-Region (Wie kann eine gemeinsamen Identität geschaffen, das interkulturelle Verständnis gefördert und ein Wir-Gefühl entwickelt werden?)
  • 2. Jahr: Jugend entwickelt Visionen und Wege für ein ressourcenleichtes, gutes Leben innerhalb der INTERREG-Region (Schwerpunkt-Thema: Wie kann das Alltags- und Konsumverhalten der Bürger und insbesondere der Jugend nachhaltiger gestaltet werden? Was muss sich ändern, damit jeder nachhaltiger agiert? Wie kann Nachhaltigkeit cool und trendy werden?)
  • 3. Jahr: Jugend entwickelt Visionen und Wege für ein ressourcenleichtes, gutes Leben innerhalb der INTERREG-Region (Schwerpunkt-Themen: Nachhaltige Mobilität, Nachhaltige Energieversorgung, Nachhaltige Wirtschaft und nachhaltiger Tourismus)

Im 1. Jahr beantworten die Schüler somit die Frage, ob und wie wir zukünftig Zusammenwachsen möchten. Im 2. Jahr beschreiben sie Wege für ein ressourcenleichtes, gutes Leben und hinterfragen dabei insbesondere das eigene Alltags- und Verbraucherverhalten. Im 3. Jahr geben sie Empfehlungen an Dritte (z.B. Politiker, Wirtschaftsvertreter, Energieversorger etc.), um die INTERREG-Region nachhaltiger zu gestalten.

Das folgende Video zeigt die Vorgehensweise im 1. Jahr: 

Video Deutsch-dänische Jugend gestaltet gemeinsame Zukunft

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

INTERREG

Projektlaufzeit: 01.01.2017 - 31.12.2019

Projektpartner: Universität zu Lübeck (Lead-Partner), Consideo GmbH sowie Center for Undervisningsmidler/ UC Syddanmark

Weitere Informationen sowie aktuelle Termine finden Sie unter: Future models

Rückblick / Pressespiegel (Auszug): 

Bericht zur Ergebnispräsentation am 01.12.2017 in Eutin

Projekt-Tage in Ostholstein 2017 (Bad Schwartau, Ratekau und Oldenburg)

Projekt-Tage in Husum 2017

Projekt-Tage in Süd-Dänemark 2017 (Vejle und Åbenrå)

Statements: 

"Wir sind so stolz auf unsere Schüler/-innen. Sie haben nicht nur erstmalig gemeinsame Zukunftsvisionen mit der dänischen Partnerschule innerhalb von nur 2 Tagen in einer fremden Sprache entwickelt, sondern diese auch anschließend vor großem Publikum vorgestellt. Diese Form der Jugendbeteiligung war völlig neu für sie. Dass die Regionalvertreter nun auch noch gute Chancen auf Realisierung der Vorschläge sehen, rundet die Projektwoche endgültig ab. Ein tolles Vorgehen mit Ergebnissen, die wirklich alle begeistern. Wir freuen uns auf mehr. " Kristina Depenau, Wagrienschule Oldenburg i.H., zu den gemeinsamen Projekttagen mit der dänischen Partnerschule Kulsbjergskole Stensved vom 28. – 29.11.2017 in Oldenburg i.H..

"Anfangs standen wir, meine Kollegin Frau Bremer und ich, dem Projektvorhaben interessiert, allerdings ein wenig skeptisch gegenüber. Wenn man dann erlebte, wie zügig die deutschen und dänischen Schülerinnen und Schüler sich intensiv austauschten, ob in Englisch, Dänisch, Deutsch oder in Zeichensprache, weil sie an einem Projekt gemeinsam arbeiteten, war dies ein Erfolg. So entwickelten sie eigene Konzepte für ein stärkeres Zusammenleben in und gemeinsame Erlebnisse der INTERREG-Region. Der rege Austausch fand auch aufgrund des gut gewählten Programms statt. Zudem kam es zu einem guten und engen Kontakt zu den dänischen Lehrerkollegen, der weitergeführt wird. Die anschließende Präsentation vor Regionalvertretern war so überzeugend, dass spontan eine finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt wurde. Wir möchten diesen Weg nun unbedingt fortführen, das eigenständige Handeln und Denken unserer Schüler weiter fördern und sie ermutigen, mithilfe der angebotenen finanziellen Unterstützung ihre Projektvorhaben zu verwirklichen.“ Juliane Bremer und Heiko Kügler, Cesar-Klein-Schule Ratekau, zu den gemeinsamen Projekttagen mit der dänischen Partnerschule Faellesskolen Favrdal Fjelstrup vom 14. – 15.11.2017 in Ratekau.

"Im Rahmen unseres WIPO-Kurses behandeln wir das Thema Europa sehr intensiv. Durch die INTERREG-Projektwoche erhielt das Thema einen zusätzlichen, konkreten Praxisbezug und zwar auf regionaler Ebene. Für die Schüler/-innen wurde es direkt erlebbar. Gleiches gilt für das Thema Jugendbeteiligung. Die Konzepte  der Schüler/-innen wurden von den Regionalvertretern nicht nur erhört. Vielmehr wurden auch gleich konkrete Wege für eine (Teil)-Umsetzung der Ideen aufgezeigt. Mehr kann man im Rahmen einer Projektwoche nicht wirklich erreichen. Sie war somit eine echte Bereicherung für unsere Schule." Susanne Hoffmann, Gymnasium am Mühlenberg Bad Schwartau, zu den gemeinsamen Projekttagen mit der dänischen Partnerschule Ribe Katedralskole vom 21. – 22.11.2017 in Bad Schwartau.

"Es hat mich sehr beeindruckt, zu sehen, wie ideenreich und konkret die entwickelten Konzepte der Schülerinnen und Schüler waren. Mit wie viel Freude und Offenheit Jugendliche sich hier begegnet sind und gemeinsam ganz praktische Lösungen entwickelt haben, finde ich sehr überzeugend. Da es sich überwiegend um kleinere Projekte und überschaubare Konzepte handelt, könnten einige der präsentierten Ideen vielleicht als Mikroprojekte z.B. über laufende INTERREG-Projekte wie kultKIT finanziert werden.“ Sibylle Kiemstedt, Kreis Ostholstein – Fachdienst Regional Planung, zur Ergebnispräsentation am 01.12.2017 in Eutin (deutsch-dänische Projekttage an der Wagrienschule Oldenburg i.H., der César-Klein-Schule Ratekau sowie am Gymnasium am Mühlenberg in Bad Schwartau)